Ökumenischer Passionsweg

Am Samstag, dem 8. April, um 18 Uhr, laden evangelische und katholische Gemeinde gemeinsam dazu ein, in ökumenischer Verbundenheit betend und singend in Marbach einen Passionsweg zu gehen.

Der Passionsweg soll vom Pfarrgarten (Petristraße 1) aus über den Teichplatz und die Ilmenauer Straße, dann über den St. Bernward-Weg und den Friedhof zur Kirche und dort einem Abschlussgebet führen.

Folgen doch auch Sie am Vorabend des Palmsonntags dem Kreuz! Miteinander wollen wir bedenken, welcher Weg Jesus von Nazaret ans Kreuz geführt hat.

Streit um Moschee-Bau: Jugendliche machen vor, wie’s geht

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt hat am 16. April zu Respekt vor Andersgläubigen und zum offenen Dialog aufgerufen. Genau das haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Marbach und Salomonsborn am vergangenen Samstag gemacht und sich mit jungen Leuten der muslimischen Ahmadyya-Gemeinde getroffen.

Ein Radiobeitrag der evangelischen Redaktion von Landeswelle und Antenne Thüringen fing ein paar Eindrücke davon ein:

 

Synode bittet um Respekt und Achtung

Gegner des Baus einer Moschee in Erfurter Ortsteil Marbach haben das Kreuz als Symbol für eine bizarre Protestaktion genutzt. Derzeit stehen ein mehrere Meter hohes Kreuz sowie elf kleinere auf der Fläche, die dem geplanten Baugrundstück benachbart ist.

Nachdem die Bischöfe der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und des katholischen Bistums Erfurt sich in einer gemeinsamen Erklärung klar gegen einen Missbrauch des Kreuzes als Kampfeszeichen ausgesprochen hatten, beschlossen die 53 anwesenden Mitglieder der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt bei ihrer Tagung am 16. März 2017 ohne Gegenstimmen einen Aufruf zu Respekt vor Andersgläubigen und offenem Dialog. Wir dokumentieren den Synodenbeschluss im Folgenden:

„Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt bekennt sich nachdrücklich zu der in der Menschenwürde angelegten und grundgesetzlich garantierten Glaubens- und Religionsfreiheit. Jeder Mensch hat das Recht, nach seinem Glauben und seiner Religion zu leben und sich dazu öffentlich zu bekennen. Dazu gehört auch die Freiheit, unter Beachtung des geltenden Rechts, Bauwerke zu errichten, die der Religionsausübung dienen.

Die Errichtung einer Moschee trägt – wie der Bau einer Kirche oder einer Synagoge – zur Bereicherung der kulturellen und religiösen Vielfalt in unserem Land bei.

Das Kreuz als christliches Symbol ist Ausdruck der Gottesliebe zu den Menschen. Wer, wie in dem Erfurter Stadtteil Marbach, das Kreuz als Instrument der Auseinandersetzung mit Nicht- oder Andersgläubigen einsetzt, handelt gegen das Gebot der christlichen Nächstenliebe.

Die Synode bittet alle Bürgerinnen und Bürger, Menschen, die sich zu ihrem Glauben und ihrer Religionsgemeinschaft bekennen, mit Respekt zu begegnen und ihre Gebetsräume und Bauwerke zu achten und zu schützen.

Die christlichen Kirchen sind zu einem offenen, im Geiste gegenseitiger Achtung geführten Dialog mit Christen, Muslimen, Juden oder Angehörigen anderer Religionen und nicht religiösen Menschen bereit und laden ausdrücklich dazu ein.“

Bitte lesen Sie auch die Gemeinsame Erklärung der Bischöfe von Evangelischer Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und Bistum Erfurt, Bischof Ulrich Neymeyr und Landesbischöfin Ilse Junkermann, vom 14. März 2017.

Neuverpachtung eines Flurstückes Gemarkung Marbach

Ab dem 01. Oktober 2017 steht das nachfolgend aufgeführte Flurstück für 12 Jahre zur landwirtschaftlichen Verpachtung an. Es befindet sich im Grundbesitz des Evang. Kirchspiels Marbach-Salomonsborn.

Die entsprechenden Bewerbungsunterlagen können beim Kreiskirchenamt Erfurt, Frau Richter (Tel.: 0361/59872-40) angefordert werden bzw. auf der Internetseite www.kirchengrundstuecke.de (Startseite rechts unten) heruntergeladen werden. Für eine Bewerbung ist das auf der vorgenannten Internetseite vorgesehene Bewerbungsformular vollständig und richtig ausgefüllt sowie fristgerecht im Kreiskirchenamt Erfurt, Schmidtstedter Str. 42, 99084 Erfurt einzureichen. Der Mindestpachtpreis beträgt für Ackerland 3,89 € je Bodenpunkt.

Die Bewerbungsfrist (=Ausschlussfrist) endet am 28.04.2017.

 

Kritik an der Verwendung des Kreuzes als politisches Protestzeichen

Die beiden großen Kirchen in Thüringen haben den Protest in Form von Holzkreuzen gegen die in Erfurt-Marbach geplante Moschee verurteilt. „Das Kreuz Jesu Christi steht für die Liebe Gottes zu allen Menschen. Mit dem Zeichen des Kreuzes Konfrontation zu zementieren, ist das Gegenteil dessen“, kritisierte am Montag der evangelische Regionalbischof für Eisenach-Erfurt, Propst Christian Stawenow.

Das katholische Bistum Erfurt erklärte, wer das Kreuz benutze, um Teile der Gesellschaft gegeneinander auszuspielen, habe nichts von Religion und Christentum verstanden und missbrauche ein religiöses Symbol.

„Kein Christus-Kreuz“
Auch der für Erfurt-Marbach zuständige evangelische Pfarrer Ricklef Münnich wandte sich gegen die Aktion. Es handle sich um „kein Christus-Kreuz“, betonte er. Vielmehr werde versucht, auf der grünen Wiese einen Kulturkampf „Kreuz gegen Minarett“ auszurufen von Menschen, die sich der Kirche gar nicht zugehörig fühlten. Das sei ein Missbrauch eines christlichen Symbols. (KNA)

Die Protestgruppe ‚Bürger für Erfurt‘ wird bei ihrer Aktion von rechten Ideologen für eigene Ziele benutzt und vor ihren Karren gespannt.
Denn „neben der lokal verwurzelten und gut vernetzten Ortsgruppe [der „Bürger für Erfurt“] waren auch Aktivisten der identitären Gruppe ‚Kontrakultur Halle‘ beteiligt. Die Bürgerinitiative ‚Ein Prozent‘ besorgte die Finanzierung für diesen … Protest.“        (Quelle: einprozent.de)

Weltgebetstag am 3. März um 19 Uhr

„Was ist denn fair?“

Unsere beiden Kirchengemeinden Marbach und Salomonsborn laden am 3. März 2017 herzlich ein, in Musik und Gebeten, in Bildern und Erzählungen, aber auch in Essen und Trinken das diesjährige Weltgebetstagsland Philippinen kennenzulernen.

Beginn ist im Marbacher Gemeindehaus in der Petristraße sowie im Bürgerhaus Salomonsborn jeweils um 19 Uhr.

„Was ist denn fair?“ Diese Frage beschäftigt uns, wenn wir uns im Alltag ungerecht behandelt fühlen. Sie treibt uns erst recht um, wenn wir lesen, wie ungleich der Wohlstand auf unserer Erde verteilt ist. In den Philippinen ist die Frage der Gerechtigkeit häufig Überlebensfrage. Mit ihr laden uns philippinische Christinnen zum Weltgebetstag ein. Ihre Gebete, Lieder und Geschichten wandern um den Globus, wenn ökumenische Frauengruppen am 3. März 2017 Gottesdienste, Info- und Kulturveranstaltungen vorbereiten.

Die über 7.000 Inseln der Philippinen sind trotz ihres natürlichen Reichtums geprägt von krasser Ungleichheit. Viele der über 100 Millionen Einwohner leben in Armut. Wer sich für Menschenrechte, Landreformen oder Umweltschutz engagiert, lebt nicht selten gefährlich. Ins Zentrum ihrer Liturgie haben die Christinnen aus dem bevölkerungsreichsten christlichen Land Asiens das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg (Mt 20, 1-16) gestellt. Den ungerechten nationalen und globalen Strukturen setzen sie die Gerechtigkeit Gottes entgegen.

Interreligiöses Lernen am Beispiel des geplanten Moscheebaus in Erfurt-Marbach

So hieß das Thema der Hausarbeit einer Schülerin der 12. Klasse des Erfurter Heinrich-Mann-Gymnasiums im Evangelischen Religionsunterricht. Sie erhielt die Höchstpunktzahl auf die eingereichte Arbeit.

Die Hausarbeit ist Ausdruck der persönlichen Auseinandersetzung der Schülerin mit der Frage des Baus einer Moschee am beantragten Ort. Gleichwohl sind ihre Gedankengänge und Überlegungen durchaus auch von allgemeinem Interesse. Daher dokumentieren wir die Hausarbeit hier…

Chronik der St. Dionysius-Kirche und von Salomonsborn

Wir geben jetzt die Chronik einer geneigten Leserschaft zur Lektüre, die das Mitglied des Gemeindekirchenrates des Kirchspiels Marbach-Salomonsborn, Friedemann Boelicke, abgeschrieben und ergänzt hat.

Er hat die Rechtschreibung und Grammatik bei den Abschriften nicht oder nur leicht verändert. Die Abschrift der Chronik 1802 bis 1955 wurde aus der Chronik im einstigen Besitz der verstorbenen Küsterin Waltraud Schenk vorgenommen. Weiterlesen––>